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hartz & co
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich! ....
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Thomas Klein von der Tageszeitung
Junge Welt interviewte Claude
Michael Jung, einen der beiden Pressesprecher der
anti-hartz-initiative-saar.
Das Initerview wurde am 23.5.03 veröffentlicht.
Auch im Saarland Protest gegen Kahlschlag:
Französischer Funke übergesprungen?
Junge
Welt: Wer macht bei AHA mit, und was steht bei Ihnen
ganz oben auf der Tagesordnung?
Claude
Michael Jung: Dies sind zunächst Einzelpersonen,
aber auch Gewerkschafter, Studenten, ATTAC-Mitglieder usw., also ein breitgefächertes
Bündnis von Menschen, die nicht mehr bereit sind, dem sozialen Kahlschlag
in diesem Land tatenlos zuzusehen. Wir wollen die sozial engagierten Kräfte
bündeln, um in der Öffentlichkeit deutlich zu machen, was das Ergebnis
dieser fatalen Politik ist. Wie will man denn einer Rentnerin oder Sozialhilfeempfängerin
klarmachen, daß dort am Horizont mit dem schönen silbernen Eurofighter,
ihre Existenz in die Luft gegangen ist, und unter seinen Tragflächen
ihre medizinische Versorgung mitfliegt? Hier liegt ein wirkliches, realistisches
und gewaltiges Einsparpotential. Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt,
wie das Minister Struck uns glauben machen will. Das hatten wir nämlich
schon mal. Übriggeblieben sind nur die Gräber und die Sektsteuer,
die damals zur Finanzierung der "stolzen Flotte" eingeführt
wurde. Aber die Lehre aus zwei Weltkriegen hat anscheinend für die Regierenden
keine Gültigkeit mehr. Zu unseren Forderungen gehört daher auch,
daß die Bundeswehr nicht zu einer Interventionsarmee ausgebaut wird.
Junge
Welt: Halten Sie es für möglich, mit Ihrer
Initiative den DGB auf Trab zu bringen, oder ist das im Saarland nicht nötig?
Claude Michael
Jung: Dies ist im Saarland genauso dringend nötig,
wie überall. Ich habe kürzlich die saarländische Anti-Hartz-Initiative
einem Ortsverband des DGB vorgestellt. Wir waren dort übereinstimmend
der Meinung, daß die Mitglieder, um deren Zukunft und Existenz es ja
schließlich geht, dringend und viel stärker als bisher motiviert
werden müssen, für ihre Rechte zu kämpfen. Aus heute noch Erwerbstätigen
können schon bald die Sozialhilfeempfänger werden.
Junge
Welt: In Frankreich hat es unlängst einen Generalstreik
gegen Sozialabbau gegeben. Ist der "französische Funke" schon
aufs Saarland übergesprungen?
Claude
Michael Jung: Leider noch nicht. Es ist so, daß in Frankreich
eben eine ganz andere Streikkultur herrscht, ein besseres "Wir-Gefühl".
Dies ist begründet in der französischen Revolution. Es ist noch
heute die Revolution aller Franzosen. Französische Verhältnisse
werden erst dann entstehen, wenn sich die "Agenda 2010", die eher
den Namen "Agenda 1810" haben sollte, da sie ein Rückfall in
die Barbarei und den Feudalismus des 19. Jahrhunderts bedeutet, voll durchschlägt.
Wenn in den heute bereits bestehenden sozialen Brennpunkten die dort arbeitenden
Sozialarbeiter durch Polizeireviere ersetzt werden. Klar ist doch: Wer kein
Auskommen mit dem Einkommen hat, wird nach Möglichkeiten suchen, seine
Lebensverhältnisse auf jede Art und Weise zu verbessern.
Kontakt,Junge
Welt: http://www.jungewelt.de
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